Meldungen
Milano-Cortina 2026: Fairplay? Fehlanzeige!
Kunstschnee, Verkehr, Beton und fossiles Sponsoring: Die Fouls an der Natur vor und während der Olympischen Winterspiele 2026 waren zahlreich – und auch Thema der Medienberichterstattung.
Drei Jahre für lebendige Böden: Ground:breaking zieht Bilanz
Mit dem Projekt Ground:breaking hat die CIPRA während drei Jahren aufgezeigt, wie versiegelte Böden wiederbelebt werden können und warum dies entscheidend für Klima, Biodiversität und die Lebensqualität im Alpenraum ist.
Nevediversa: Ein kritischer Blick auf den Skitourismus
Die italienische Umweltschutzorganisation Legambiente stellte am 11. März 2026 in Mailand ihren aktuellen Bericht zum Zustand des Skitourismus vor. Er enthält auch eine erste Bilanz zu den Olympischen Spielen von Mailand-Cortina im Februar 2026: Geglänzt haben dort nur die Medaillen.
Olympische Winterspiele auf wackligem Boden
Möglichst viel Beton und Stahl verbauen: Das scheint die Nachhaltigkeitsstrategie der Olympischen Winterspiele in den italienischen Alpen zu sein. Betroffen sind vor allem Berggemeinden. Das Tüpfelchen auf dem i ist der Bau einer neuen Seilbahn auf einem abrutschenden Hang in Cortina.
Petition gegen Ölkonzerne im Skisport
Ein Ölmulti als Premiumpartner: Der Energiekonzern ENI sponsert die Winterspiele von Milano-Cortina 2026. Athlet:innen fordern nun mit der Petition «Ski Fossil Free» ein Umdenken im Wintersport.
Standpunkt: Die Winterspiele müssen sich der Realität stellen
Grossveranstaltungen versprechen Innovation, Aufschwung und globale Sichtbarkeit. Heute stehen diese Versprechen im Widerspruch zu alpinen Gebieten, die durch die Klimakrise, Abwanderung und einen wachsenden touristischen Druck geprägt sind. Bei genauerer Betrachtung ist Mailand-Cortina 2026 nicht nur ein Sportfest, sondern eines der umfangreichsten öffentlichen Investitions- und Infrastrukturprogramme, die es jemals im Alpenraum gegeben hat. Dessen Auswirkungen gehen weit über die Dauer der Wettkämpfe hinaus, meint Vanda Bonardo, Präsidentin von CIPRA Italien.
Das Schmelzen der Gletscher erleben
Bis zum Jahr 2100 werden in den Alpen nur mehr 12 Prozent der heutigen Gletscher vorhanden sein. Im Webinar als Auftakt zum Erasmus+ Projekt «Young Glacier Voices» sprachen Gletscherexpert:innen über das vergängliche Eis.
Offener Brief: Schutz der Alpen vor übermässigem Transitverkehr
Der Alpenraum steht zunehmend unter Druck durch die Klimakrise, die Luftverschmutzung und das stetig wachsende Verkehrsaufkommen. 67 Organisationen, allen voran CIPRA International, haben deshalb einen offenen Brief an EU-Kommissar Apostolos Tzitzikostas und die Verkehrsminister der Alpenländer gerichtet.
Alpine Schutzgebiete und Klimawandel
Ein Dossier, das in Domodossola/I während der Konferenz «Veränderte Berge. Natur und Schutzgebiete im Klimawandel» vorgestellt wurde, beschreibt anhand von guten Beispielen und Projekten, wie italienische Schutzgebiete auf die Klimakrise reagieren.
Eine Reise ins Herz der Gletscher
Die Gletscherkarawane 2025 besuchte acht Eisriesen in Italien, der Schweiz und Deutschland. Sie fordert konkrete Aktionen für den Klimaschutz. Hinter der internationalen Kampagne stehen Legambiente, CIPRA Italien und das glaziologische Komitee Italiens.
Unten durch? Ein Tunneldurchstich, viele Fragezeichen
Politiker:innen aus Österreich und Italien feierten am 18. September 2025 den Durchstich des Brennerbasistunnels zwischen Österreich und Italien. Sie träumen vom «flüssigen Verkehr» durch und über die Alpen – viele Fragen bleiben dabei offen.
Alpkäse in Gefahr?
Neue Richtlinien des italienischen Gesundheitsministeriums bringen die traditionelle Rohmilchkäse-Produktion in den Alpen unter Druck. Produzent:innen warnen vor einer Verteufelung von Rohmilch und dem Verlust einzigartiger Käsekultur.
Dialog zur Alpinen Raumordnung: Tagungsband der CIPRA Jahresfachtagung 2025
Wie kann eine Alpine Raumordnung Nutzungskonflikte im Spannungsfeld von Energiewende und Renaturierung entschärfen? Diese Frage stand im Zentrum der CIPRA-Jahresfachtagung 2025 in Salzburg mit mehr als 160 Teilnehmenden. Der nun veröffentlichte Tagungsband bündelt zentrale Erkenntnisse und Handlungsempfehlungen - nicht als Abschluss, sondern als Teil eines fortlaufenden Lernprozesses und Impulsgeber. Er verdeutlicht die gemeinsame Einsicht, dass die Energiewende im Alpenraum sektorübergreifend, interdisziplinär und grenzüberschreitend gedacht und gestaltet werden muss.
Grün statt Weiss: Das neue Gesicht der Gletscher
Das Abschmelzen der Gletscher schafft neue Lebensräume: die Gletschervorfelder. Einer aktuellen Studie im italienischen Gran Paradiso Nationalpark zufolge nimmt sowohl die Vegetationsbedeckung als auch die Artenvielfalt auf Gletschervorfeldern zu. Doch auf Kälte spezialisierte Arten sind gefährdet.
Kontroverse Staudämme
Quer durch den Alpenraum sind neue Staudämme für Strom- und Wasserversorgung in Planung. Umweltorganisationen warnen vor irreversiblen Schäden für die alpine Natur und fordern ein Umdenken hin zu naturverträglichen Alternativen.
Standpunkt: Klimaschutz braucht klare Gesetze!
Gletscherschmelze, schwindender Permafrost, häufigere Felsstürze und Muren: Die Temperaturen steigen im Alpenraum schneller als im globalen Durchschnitt – mit dramatischen Folgen für Natur und Mensch. Deshalb braucht es jetzt entschlossene Klimaschutzgesetze auf regionaler und nationaler Ebene, fordert Elisabeth Ladinser, Vorsitzende des Südtiroler Dachverbands für Natur- und Umweltschutz sowie Präsidentin von CIPRA Südtirol.
Rückkehr in die Berge oder auswegloser Niedergang?
Italiens Bergregionen verzeichnen einen Bevölkerungszuwachs – eine Trendwende gegenüber früheren Entwicklungen. Manche Regionen gelten dort aus staatlicher Sicht dennoch als chancenlos.
Alpenbogen: ein Pakt zwischen Städten und Bergen
Die Städte Cuneo, Mondovì und Saluzzo sowie das Gebiet des Alpenbogens der Provinz Cuneo haben eine Vereinbarung über die gemeinsame Entwicklungspolitik unterzeichnet.
Italien: Weniger Autos und Motorräder am Berg?
Autos, Motorräder und Quads dürfen Höhenstrassen in vielen Regionen Italiens befahren. Konflikte mit sanfteren Freizeitaktivitäten wie Wandern oder Mountainbiken sind vorprogrammiert. Schrittweise soll nun der motorisierte Verkehr eingedämmt werden.
Eine Reise durch die bedrohte Eiswelt der Alpen
Die Gletscher der Alpen schmelzen still und unaufhaltsam. Seit 2019 macht die «Gletscherkarawane» diesen Verlust sichtbar, dokumentiert die dramatischen Folgen der Klimakrise und ruft zum Handeln auf. Ein Gastbeitrag von Vanda Bonardo, Präsidentin von CIPRA Italien und Leiterin von Legambiente in den italienischen Alpen.
Feuer in den Alpen 2025: Im Zeichen des 25-jährigen Jubiläums der Via Alpina
Am zweiten Augustwochenende brennen im gesamten Alpenraum wieder Höhenfeuer, als Zeichen der Solidarität für den Schutz des natürlichen und kulturellen Erbes der Alpen. Mit den solidarischen Feuern wird alljährlich ein Zeichen gesetzt für die Erhaltung des natürlichen und kulturellen Erbes des Alpenraumes. Dieses Jahr hat der Anlass den besonderen Fokus auf die Via Alpina.
Umstrittene Bergbauprojekte
Alte Minen, neue Goldgräberstimmung: Ein australisches Unternehmen will auf der Koralpe in Österreich Lithium abbauen. Im italienischen Ort Balme regt sich Widerstand gegen den geplanten Abbau von Kobalt.
Fréjus: Aus für «Alpenautobahn auf Schienen»
Nach 18-monatiger Sperre aufgrund eines Erdrutsches fuhren Anfang April 2025 wieder die ersten Personenzüge durch den Frejus-Eisenbahntunnel, der Italien und Frankreich verbindet. Der Transport von Lastwagen auf Güterzügen wurde dagegen nicht wiederaufgenommen.
Zu Besuch bei «Utopien» in den Alpen
Im Jahr 2024 begeisterte das Projekt Via Alpina Youth Jugendliche alpenweit für soziale, kulturelle und alltägliche Utopien der Nachhaltigkeit – vor allem aber für gemeinsame Abenteuer in den Bergen.
Klimaschutz: Kunst und Kultur bringen frischen Wind
Grüne Labels bieten Starthilfe, Wiederverwendung schont Ressourcen, Kooperationen helfen bei der Umsetzung: Das erste internationale Treffen des Erasmus+ Projekts CultureAlps fand am 13. und 14. Januar 2025 in Dornbirn und Schaan statt. Dort tauschten die Projektpartner:innen aus Österreich, Liechtenstein und Italien Ideen für mehr Nachhaltigkeit aus.
Italien übernimmt 2025 Vorsitz der Alpenkonvention
Italien bereitet sich auf den Vorsitz der Alpenkonvention für die Periode 2025-2026 vor, während Liechtenstein und Österreich im Jahr 2025 den Co-Vorsitz für die EU-Alpenraumstrategie (EUSALP) innehaben. Nachhaltigkeit und grenzübergreifende Zusammenarbeit stehen im Fokus beider Initiativen.
Tagliamento erneut in Gefahr
Einer der letzten natürlichen Flüsse der Alpen ist in Gefahr: der Tagliamento. Gross angelegte Bauarbeiten bedrohen seinen ökologisch wertvollsten Teil. Nach dem Appell vonseiten der Wissenschaft und Forschung fordern auch Bürger:innen und NGOs, dieses Erbe für künftige Generationen zu erhalten.
Standpunkt: Ziehen wir den Kopf aus der Transit-Schlinge!
Seit Jahren gibt es in Italien und Bayern Anstrengungen, die österreichischen Massnahmen zum Schutz der Bevölkerung vor dem Transitverkehr entlang der Brennerachse zu kippen. Nun liegt es an europäischen Gerichten darüber zu entscheiden, was schwerer wiegt: Uneingeschränkter Transitverkehr oder das Wohlergehen der Alpenbewohner:innen und ihrer Umwelt. Ein Kommentar von Hanspeter Staffler und Josef Oberhofer vom Südtiroler Dachverband für Natur- und Umweltschutz (CIPRA Südtirol) .
Kernkraft: Ausstieg vom Ausstieg?
Ein möglicher zweiter Kernreaktor im slowenischen Krško, Diskussionen um das AKW-Neubauverbot in der Schweiz, italienische Pläne für einen Wiedereinstieg: Droht ein Atomkraft-Revival im Alpenraum?
Gemeinsam für den Herdenschutz
In welche Zukunft geht die Weidehaltung? Dem alpenweiten Wissens- und Erfahrungsaustausch zum Umgang mit den Wölfen dienten die Salerner Herdenschutztage Ende Oktober 2024 unter Beteiligung des CIPRA-Projekts «Dialog zum Wolf: Hirt:innennetzwerke in den Alpen stärken».