Alpine Schutzgebiete und Klimawandel

Ein Dossier, das in Domodossola/I während der Konferenz «Veränderte Berge. Natur und Schutzgebiete im Klimawandel» vorgestellt wurde, beschreibt anhand von guten Beispielen und Projekten, wie italienische Schutzgebiete auf die Klimakrise reagieren.

Das Dokument ist das Ergebnis der Arbeit von CIPRA Italien und Federparchi und beleuchtet Initiativen, die von der nachhaltigen Bewirtschaftung der Wasserressourcen und dem Schutz der Biodiversität bis hin zur Förderung eines nachhaltigen Tourismus und der Einbindung der lokalen Bevölkerung reichen. Schutzgebiete werden darin als Labors für Klimaresilienz beschrieben, in denen innovative und nachahmenswerte Lösungen zum Schutz der Gebirgsräume erprobt werden können.

Während der Konferenz haben Experten wie Antonello Provenzale, Giuseppe Bogliani und Marta Chiarle die Auswirkungen des Klimawandels auf Ökosysteme, Fauna, Gletscher und Wälder erläutert. Sie haben dabei kritische Punkte wie die Zunahme extremer Wetterereignisse, Wasserknappheit und den Verlust von Feuchtgebieten, den Rückgang der Gletscher und die Verringerung der Schneebedeckung, die Waldzerstörung und den touristischen Druck hervorgehoben.

«Es ist ein komplexes Bild, das die Notwendigkeit koordinierter Strategien und Netzwerken der Zusammenarbeit zwischen Parks, Behörden und lokalen Gemeinschaften bestätigt», sagt Vanda Bonardo, Präsidentin von CIPRA Italien. «Heute brauchen wir mehr denn je ein flexibles Management, das die ökologische Widerstandsfähigkeit stärkt und die Parks als wichtige Stützpunkte im Kampf gegen die Klimakrise aufwertet.» 

Das Dossier sowie die auf der Tagung vorgestellten Berichte können unter folgendem Link heruntergeladen werden: www.cipra.org/it/pubblicazioni/aree-protette-alpine-e-cambiamenti-climatici (it)