Biodiversität sichtbar machen

Berge und Nachhaltigkeit: Mitte September 2025 trafen sich Forschende aus aller Welt zur «International Mountain Conference» (IMC) in Innsbruck. Die CIPRA Lab präsentierte dort ihr Biodiversitätsprojekt AlpsLife.

Wie funktionieren Gebirgsregionen? Wie können sie auf eine sich rasch verändernde Welt reagieren und resilienter werden? Diesen Fragen widmete sich die Konferenz, bei der die CIPRA Lab die Bedeutung von Biodiversität und Governance für die Alpenregion hervorhob. Vorranggebiete für den Naturschutz in den Alpen identifizieren und kartieren: Wie das funktionieren kann, zeigte das AlpsLife-Projektteam während der Session «Mountain regions as key biodiversity observatories» (Bergregionen als Beobachtungsstationen für Biodiversität). Dabei präsentierte es Methoden, um Vorranggebiete für den Naturschutz in den Alpen zu identifizieren und kartieren.

Ziel ist es, alpenweit vergleichbare Daten zur Biodiversität zu erhalten. Es soll ein grenzüberschreitendes Netzwerk aufgebaut werden, um rascher auf Warnsignale reagieren zu können. «Das ist ein großer Meilenstein für den Naturschutz in Bergregionen weltweit», meint Projektleiterin Hanna Öllös. Sie präsentierte unter anderem eine Governance Map für alpine Biodiversität. Diese zeigt auf, welche Institutionen, Strategien und Akteur:innen in den Alpen im Bereich Biodiversität tätig sind. So wird sichtbar, wie Entscheidungen zustande kommen – und wo es noch bessere Zusammenarbeit braucht. «Um die Biodiversität in den Alpen zu bewahren, braucht es nicht nur Daten, sondern auch gemeinsame Lösungen», ergänzt Öllös. Nach der Konferenz vertieften die Projektpartner:innen den Austausch bei einem Arbeitstreffen und einer Exkursion in den Naturpark Karwendel.

Weiterführende Informationen: https://imc2025.info/ (en)