Meldungen
Olympische Winterspiele auf wackligem Boden
Möglichst viel Beton und Stahl verbauen: Das scheint die Nachhaltigkeitsstrategie der Olympischen Winterspiele in den italienischen Alpen zu sein. Betroffen sind vor allem Berggemeinden. Das Tüpfelchen auf dem i ist der Bau einer neuen Seilbahn auf einem abrutschenden Hang in Cortina.
Nach den Spielen ist vor den Spielen
Die Bevölkerung in Frankreich wurde in die Planung der Olympischen Winterspiele 2030 nicht miteinbezogen. Umweltorganisationen mobilisieren für eine Beteiligung der Bevölkerung und für nachhaltige Spiele. Inzwischen bereitet die Schweiz ihre Olympia-Kandidatur für 2038 vor.
Petition gegen Ölkonzerne im Skisport
Ein Ölmulti als Premiumpartner: Der Energiekonzern ENI sponsert die Winterspiele von Milano-Cortina 2026. Athlet:innen fordern nun mit der Petition «Ski Fossil Free» ein Umdenken im Wintersport.
Standpunkt: Die Winterspiele müssen sich der Realität stellen
Grossveranstaltungen versprechen Innovation, Aufschwung und globale Sichtbarkeit. Heute stehen diese Versprechen im Widerspruch zu alpinen Gebieten, die durch die Klimakrise, Abwanderung und einen wachsenden touristischen Druck geprägt sind. Bei genauerer Betrachtung ist Mailand-Cortina 2026 nicht nur ein Sportfest, sondern eines der umfangreichsten öffentlichen Investitions- und Infrastrukturprogramme, die es jemals im Alpenraum gegeben hat. Dessen Auswirkungen gehen weit über die Dauer der Wettkämpfe hinaus, meint Vanda Bonardo, Präsidentin von CIPRA Italien.
Übergabe der Petition "Rettet die Berge"
46.000 Bürger*innen unterzeichneten diesen Sommer die Resolution „Rettet die Berge – kein Rückschritt beim Alpenschutz!“ Heute, am Internationalen Tag der Berge, überreichen die beteiligten Verbände die Unterschriften an die Politik und fordern Nachbesserungen.
EU-Tourismusstrategie muss Alpenraum berücksichtigen
Zur neuen Tourismusstrategie der EU hat die CIPRA im September eine umfassende Stellungnahme eingereicht. Darin kritisiert sie negative Auswirkungen des Massentourismus und fordert eine Stärkung des öffentlichen Verkehrs sowie innovative, regional angepasste Tourismusmodelle.
Forderung nach Neuausrichtung der Seilbahnförderung – Natur schützen, Zukunft sichern
Die bayerische Seilbahnförderrichtlinie läuft Ende 2025 aus. Jetzt wird entschieden, welche Projekte künftig öffentliche Gelder erhalten. Umwelt- und Klimaschutzorganisationen fordern eine Neuausrichtung der Förderung: weg von ökologisch problematischen Ausbauprojekten – hin zu einem nachhaltigen, naturverträglichen Bergtourismus.
Bündnis „Rettet die Berge – kein Rückschritt beim Alpenschutz!“
Unter dem Vorwand eines Bürokratieabbaus sollen im Zuge des „Dritten Modernisierungsgesetzes“ für Bayern die Schwellenwerte für verpflichtende Umweltverträglichkeitsprüfungen deutlich angehoben werden. Damit können neue Skipisten, Beschneiungsanlagen und Lifte zukünftig deutlich leichter gebaut werden können und die Mitwirkungsrechte der Naturschutzverbände würden weitgehend ausgehebelt.
Feuer in den Alpen 2025: Im Zeichen des 25-jährigen Jubiläums der Via Alpina
Am zweiten Augustwochenende brennen im gesamten Alpenraum wieder Höhenfeuer, als Zeichen der Solidarität für den Schutz des natürlichen und kulturellen Erbes der Alpen. Mit den solidarischen Feuern wird alljährlich ein Zeichen gesetzt für die Erhaltung des natürlichen und kulturellen Erbes des Alpenraumes. Dieses Jahr hat der Anlass den besonderen Fokus auf die Via Alpina.
Alfred Ringler mit Alpenpreis geehrt
CIPRA Deutschland hat den Deutschen Alpenpreis an Alfred Ringler verliehen. Mit der Auszeichnung wird Ringlers Lebenswerk im Einsatz für die Erhaltung der alpinen Landschaften gewürdigt.
Junge Forderungen für ein gutes Leben in den Alpen
Umweltschutz, autofreie Mobilität sowie Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben: Das sind die politischen Forderungen junger Menschen aus Deutschland, Frankreich, Slowenien und Liechtenstein zum Abschluss des CIPRA-Projekts «Alpine Compass».
Ein neues Haus für die Bergbegeisterung
Drei Jahre wurde das Alpine Museum in München umgebaut. Seit 10. März 2024 sind die Türen wieder geöffnet und zeigen einen Blick in die Vergangenheit sowie die Zukunft der Alpen.
Winter ohne Schnee – was nun?
Welche Perspektiven und Alternativen bleiben klassischen Skidestinationen in Zukunft? Darüber diskutierten 120 Teilnehmende bei einer internationalen Fachtagung in Bad Hindelang/D Ende Oktober 2023.
Wissenschaftskommunikation im Alpentourismus: Dossier Facts4Tourism veröffentlicht
Das Dossier „Facts4Tourism“ ist eine Sammlung von Fakten und Erkenntnissen aus Wissenschaft und Forschung, die sich mit Themen und Herausforderungen des Tourismus im (deutschen) Alpenraum auseinandersetzen. Neben Hintergrundinformationen, begrifflichen Definitionen und Praxisbeispielen werden vor allem wissenschaftliche Publikationen und aktuelle Forschungsergebnisse allgemeinverständlich und anhand von Grafiken aufbereitet. Die behandelten Themen umfassen verschiedene Tourismusformen, deren Auswirkungen, die Lenkung von Besucher*innen und die Herausforderung der Resilienz im Tourismus.
Via Alpina für alle!
Der Weitwanderweg Via Alpina verbindet seit über 20 Jahren alle Alpenländer. Das 2023 gestartete CIPRA-Projekt «Via Alpina Youth – walking the change» thematisiert Inklusion, Umweltschutz und Klimawandel entlang der Via Alpina.
Staatlich geförderter Wachstumswahn bei Bayerns Seilbahnen und das Beispiel Grünten/Allgäu
Zum Internationalen Tag der Berge weist CIPRA Deutschland, BUND Naturschutz in Bayern (BN), die Gesellschaft für ökologische Forschung (GöF), der Landesbund für Vogelschutz in Bayern (LBV), die NaturFreunde/Landesverband Bayern, der Verein zum Schutz der Bergwelt (VzSB) und Mountain Wilderness Deutschland auf die starke Zunahme der Investitionen in Seilbahninfrastruktur und Eventtourismus im bayerischen Alpenraum hin. Die Wachstumslogik der bayerischen Seilbahnunternehmen führt vielerorts zu Kapazitätserweiterungen, die häufig durch die Seilbahnförderrichtlinie des Freistaats ermöglicht werden. Aber es regt sich auch massiver Widerstand. Am Grünten im Allgäu, der exemplarisch für diese Entwicklung steht, gingen über 2.000 Einwendungen gegen die geplanten Erweiterungen ein. Einige davon von Mitgliedsorganisationen von CIPRA Deutschland.
Klimafreundlich reisen
Der Trend hin zu mehr Regionalität und Nachhaltigkeit ist besonders auch während der Pandemie spürbar. Mit «Yoalin» reisten diesen Sommer 125 junge Menschen mit Bahn und Bus klimafreundlich durch die Alpen. Zum Abschluss diskutierten sie im September 2021 in Innsbruck/A mit Expert:innen über die Mobilität der Zukunft.
Ideen für zukünftigen Alpentourismus
Welche Lehren zieht die Tourismusbranche aus der Pandemie und wie reagiert sie auf die Klimakrise? Das CIPRA-Projekt «Reset Alpentourismus» analysiert die alpenweite Lage.
Projekt "Facts4Tourism" gestartet
CIPRA Deutschland startet im April mit dem zweijährigen Projekt „Facts4Tourism“ zur Vermittlung tourismusrelevanter Forschungsergebnisse im deutschen Alpenraum. In drei Regionen sollen als relevant wahrgenommene touristische Entwicklungen und deren Umweltauswirkungen diskutiert, auf dem aktuellen Stand der diesbezüglichen Forschung aufbereitet und entsprechende Hand-lungsempfehlungen gegeben werden. Anschließend soll ein Dossier allen Interessensvertretenden den Stand der Wissenschaft in Sachen Tourismus zugänglich machen und so zu konstruktiven Lösungen beitragen.
Riedberger Horn nur vorläufig gerettet
Die bayerische Regierung hat die geplante Skischaukel über das Riedberger Horn auf Eis gelegt. Die Änderung des Alpenplans bleibt jedoch bestehen.
Dammbruch in der Raumplanung
Der rechtliche Weg für eine Skiverbindung am Riedberger Horn in Deutschland ist vorerst geebnet: Letzte Woche beschloss der Bayerische Landtag die Änderung des Alpenplans.
Bayr. Alpenplan - Dammbruch für die Raumplanung
Der Konflikt um das Riedberger Horn in den Bayerischen Alpen befindet sich in einer vorläufigen Schlussrunde. Heute hat der Bayerische Landtag die Änderung des Alpenplans beschlossen und damit vorerst den rechtlichen Weg für eine Skiverbindung in der Schutzzone C am Riedberger Horn freigemacht.
Nachhaltiger Tourismus - ein Thema für Gemeinden
Rund 30 Teilnehmer widmeten sich beim zweiten Workshop „Nachhaltige Kommunalentwicklung“ des Projektes „Alpenkonvention AAA+“ in Sonthofen dem Querschnittsthema Tourismus. Dass veränderte Rahmenbedingungen neue Strategien erfordern, war unter den Anwesenden Konsens. In intensiven Diskussionen und drei Impulsvorträgen zeigte sich, dass sanfte Mobilität, regionale Lebensmittel sowie Umweltschutz gute Anpassungsstrategien sein können. Die Vernetzungen des Tourismus mit anderen regionalen Wirtschaftsfeldern wie dem Handwerk sind hierbei nötig, um eine ausreichende Widerstandsfähigkeit gegenüber ökonomischen wie ökologischen Schwankungen zu erreichen.
Wirtschaften im Berggebiet
Was kann das Berggebiet, was kann es nicht? Zwei neue Studien aus Deutschland und der Schweiz zeigen Möglichkeiten und Schwächen der Regionalwirtschaft und belegen: Berggebiete können ihre wirtschaftliche Zukunft mitgestalten.
Riedberger Horn – Gemeinderäte seien nicht befangen
„Das Innenministerium sieht keine Befangenheit von Gemeinderäten bei erfolgten Beschlüssen zu dem umstrittenen Skiprojekt am Riedberger Horn“, berichten die Medien am 23. Februar 2017. CIPRA Deutschland kann zu den Aussagen des Innenministeriums noch keine abschließende Beurteilung abgeben, da hier noch keine schriftliche Begründung des Ministeriums vorliegt. Das bayerische Innenministerium war von CIPRA als Rechtsaufsichtsbehörde um eine Stellungnahme zum Gutachten von Prof. Manssen (Gemeinderat befangen) und den daraus möglicherweise abzuleitenden Konsequenzen für das gesamte Planungsvorhaben gebeten worden.
Alpenplan - Änderungsverfahren hat begonnen
Der Ministerrat hat am 7. Februar 2017 die Durchführung einer weiteren Teilfortschreibung des Landesentwicklungsprogramms (LEP) beschlossen. Danach soll auch Änderung der Zonierung des Alpenplans vorgenommen werden. Die Anhörungsfrist endet am 22. März 2017. Jedermann kann daran teilnehmen.
Rechtsgutachten belegt die Unwirksamkeit der Gemeinderatsbeschlüsse zur Skierschließung am Riedberger Horn
Ein Gutachten des renommierten Rechtsprofessors Gerrit Manssen belegt die Unwirksamkeit der Beschlüsse des Gemeinderates von Obermaiselstein zur Lifterschließung des Riedberger Horns. CIPRA Deutschland wird das Bayerische Innenministerium als Rechtsaufsichtsbehörde um eine Stellungnahme zum Ergebnis des Rechtsgutachtens und den daraus möglicherweise abzuleitenden Konsequenzen für das gesamte Planungsvorhaben bitten.
Für uneingeschränkten Erhalt des Alpenplans
91% der der bayerischen Bevölkerung sprechen sich für den Erhalt des bayerischen Alpenplans ohne Ausnahmen für neue Skigebiete aus und lehnen Neuerschließungen in der so genannten Ruhezone C ab. Das ergab eine repräsentative Umfrage des Landesbund für Vogelschutz, eine Mitgliedsorganisation von CIPRA Deutschland.
Neuorientierung des Tourismus in den Bayerischen Alpen
Der Alpentourismus lebt von einer naturnahen, intakten Kulturlandschaft. Allerdings beobachtet die CIPRA Deutschland in jüngerer Vergangenheit einen zunehmenden Druck des Tourismussektors auf Natur und Landschaft des bayerischen Alpenraumes. Als Begründung werden wirtschaftliche Notwendigkeiten und Konkurrenzsituationen mit anderen alpinen Regionen angeführt. Diese Entwicklung gefährdet aus Sicht der CIPRA Deutschland langfristig die Qualitäten des bayerischen Alpenraums. CIPRA Deutschland fordert die Politik auf, mit einem Konzept für einen nachhaltigen Tourismus im deutschen Alpenraum neue Rahmenbedingungen zu setzen
Naturschutz - eigentlich immer lästig in Bayern.
„Das Riedberger Horn ist eine Tragödie, eine neue Dimension, eine Ohrfeige für die Generationen von großartigen Bayern, die sich seit über 100 Jahren für den Schutz der Alpen engagieren," so der Dokumentarfilmer und Autor Dieter Wieland in seiner Festansprache am 09. Dezember anlässlich der Verleihung der Verfassungsmedaille an 38 verdiente Persönlichkeiten durch den Bayerische Landtag.