Alpine Changemaker Network

Wie kann man die ökosoziale Transformation im Alpenraum voranbringen? Das Projekt «Alpine Changemaker Network» verbindet alpine Traditionen, die sich in zeitgenössischer Kunst, Kultur und Design spiegeln, mit aktuellen Ansätzen zur Bewältigung globaler Krisen.

In der Alpenregion tragen traditionelle Praktiken und lokales Wissen zu nachhaltigen Lebensweisen bei. Globale Herausforderungen wie die Klimakrise erfordern innovative Lösungen, die auf diesen Traditionen aufbauen, statt sie zu ersetzen. Das Erasmus+-Projekt «Alpine Changemaker Network» zielt darauf ab, ein Netzwerk zu schaffen, das das lokale Erbe nicht nur respektiert, sondern es auch in moderne Ansätze für ökologische und soziale Resilienz überführt.

Projektpartner sind kleine Kunst-, Kultur- und Bildungsorganisationen aus dem Alpenraum, die diese lokalen Traditionen aufgreifen und innovative Prototypen entwickeln. Diese werden im Projekt erprobt und für Bildungsorganisationen adaptiert. Ziel ist es, kunst- und kulturbasierte Ansätze für ökologische und soziale Gerechtigkeit stärker im Mainstream zu verankern.

Darüber hinaus findet im Juni 2027 ein siebentägiges Basecamp in Rovereto/I statt. Es besteht aus zwei Teilen: Der erste ist eine «Executive School», die Akteur:innen aus der öffentlichen Verwaltung, der Regionalentwicklung sowie aus kleinen Organisationen des Kunst- und Kultursektors zusammenbringt. Gemeinsam entwickeln sie kreative Lösungen für zukünftige Kooperationen. Der zweite Teil ist eine «Summer School». In dieser lernen 20 Vertreter:innen kleiner alpiner Kunst- und Kulturorganisationen voneinander und loten aus, wie die Zusammenarbeit mit der öffentlichen Verwaltung verbessert werden kann. Beide Teile des Basecamps überschneiden sich, um das gegenseitige Verständnis für die alpine Zukunft zu stärken.

Zudem umfasst das Projekt neue Versammlungs- und Kollaborationsformate («Assemblies») sowie Coaching-Angebote, Webinare und Workshops für Kunst- und Kulturschaffende aus kleinen Organisationen im Alpenraum. Sie stärken diese Organisationen, beugen Selbstüberlastung vor, fördern Vernetzung und gegenseitige Unterstützung. Zudem bauen sie damit ihre Kompetenzen in Management und Akquise aus.

Die Basis für all diese Aktivitäten bilden verschiedene Vorgängerprojekte sowie die Netzwerkarbeit der CIPRA mit dem «Alpine Changemaker Network» aus den Jahren 2019–2023 auf.

Laufzeit
01.12.2025 bis 30.11.2028

Ziele

  • Förderung transsektoralen Lernens
  • Etablierung eines Netzwerks für Wissensvermittlung und gegenseitige Unterstützung von kleinen Organisationen aus dem Kunst- und Kultursektor im Alpenraum
  • Entwicklung innovativer Methoden und Trainings für ökosoziale Resilienz
  • Bewusstseinsbildung für ökosozialen Wandel
  • Überführung von Praktiken des ökosozialen Wandels in die Zivilgesellschaft und in öffentliche Institutionen

Aktivitäten

  • Ein Basecamp mit Kunst- und Kulturorganisationen sowie Studierenden im Austausch mit Vertreter:innen aus Verwaltung, Politik und Wissenschaft
  • Erstellung und Verbreitung von vier Prototypen für ökosozialen Wandel, basierend auf lokalen Traditionen
  • Workshops, Webinare und Trainings für kleine Kunst-, Kultur-, Design- und Bildungsorganisationen zu Förderstrategien und Projektmanagement sowie zur Förderung von nachhaltiger Arbeitskultur
  • Webinar-Serie zu relevanten EU Policies
  • «Assemblies» zum Austausch, zur Unterstützung und zur Schaffung eines Netzwerks mit Organisationen aus dem gesamten Alpenraum

Partner

  • CIPRA International - Projektleitung (Schaan/LI)
  • Openspace Innsbruck - Verein zur Förderung der Alltagskultur (Innsbruck/A)
  • BASIS Vinschgau Venosta (Schlanders/I)
  • La Foresta - Accademia di Comunità (Rovereto/I)
  • BAU - Società Cooperativa (Bozen/I)
  • Lungomare - Società Cooperativa impresa sociale ETS (Bozen/I)
  • Assoziierte Partner: Somalgors74, Bayerische Akademie für Naturschutz und Landschaftspflege (ANL), EURAC Research - Institute for Regional Development, Center for Mental Health in Rovereto, Genossenschaft Alto Mare aus Schlanders

Finanzierung

Von der Europäischen Union finanziert. Die geäußerten Ansichten und Meinungen entsprechen jedoch ausschließlich denen des Autors bzw. der Autoren und spiegeln nicht zwingend die der Europäischen Union oder der Europäischen Exekutivagentur für Bildung und Kultur (EACEA) wider. Weder die Europäische Union noch die EACEA können dafür verantwortlich gemacht werden.