Meldungen
«Gesundheit geht vor!»
Das Auto in der Garage stehen lassen und den Arbeitsweg für mehr Bewegung nutzen: Wie wir gesundheitlich davon profitieren, zeigt ein Experiment in Lyon/F. Welche Faktoren die Menschen dabei besonders motivierten, erklärt die Projektleiterin Lucie Verchère.
Standpunkt: Gemeinsam den Verkehrskollaps vermeiden
Für den wachsenden Individual- und Transitverkehr gilt: Regionale oder nationale Sichtweisen führen nicht zu Lösungen. Wir müssen sie gemeinsam finden, denn die Alpen liegen mitten in Europa. Diese geographische Banalität ist zentral für das Verständnis verkehrspolitischer Probleme in den Alpen, um den Verkehrskollaps zu vermeiden, meint Kaspar Schuler, Geschäftsführer von CIPRA International.
Begegnungszone Alpen
Wer bewegt sich im Alpenraum? Wo verlaufen Konfliktlinien und wo finden Begegnungen statt? Wie können wir klimafreundlichere Routen finden und welche Pfade führen in eine Sackgasse? Fragen wie diese stellt die im Juni 2023 erschienene Ausgabe des CIPRA-Themenhefts SzeneAlpen.
Autofreie Dolomiten?
Autos und Motorräder verstopfen die Pässe der Dolomiten/I während der Sommersaison. Ein wissenschaftlicher Ausschuss hat nun einen Vorschlag für den Sommer 2023 vorgelegt: Täglich zwei Stunden Sperre für den motorisierten Verkehr auf allen vier Dolomitenpässen.
Umsteigen leichtgemacht
Gesünder und umweltfreundlicher zur Arbeit pendeln: Dieses Ziel setzen sich die slowenische Gemeinde Škofja Loka und ansässige Unternehmen im Projekt Trata 2.1, inspiriert von Erfahrungen mit betrieblichem Mobilitätsmanagement im Alpenrheintal.
Aktiver und gesünder pendeln
Mehr Bewegung im Arbeitsalltag ist gut für die Gesundheit und fürs Klima: Im dreijährigen Interreg-Projekt AMIGO haben sich Liechtenstein, St. Gallen/CH und Vorarlberg/A für aktiveres Pendeln und einen bewegten Arbeitsalltag eingesetzt. Die Abschlusskonferenz im November 2022 in Triesen/LI zeigte, wie Verhaltensänderung gelingt.
Allianz für klimaneutralen Alpenverkehr
Sieben von acht Vertragsstaaten der Alpenkonvention haben heute in Brig/CH einen fortschrittlichen Aktionsplan zur klimaneutralen Mobilität bis 2050 unterzeichnet. CIPRA International hat an der fast zweijährigen Erarbeitung des Aktionsplanes für die «Simplon Allianz» mit Vorschlägen beigetragen.
Flexibel und umweltfreundlich durch die Alpen
Die richtige Entscheidung für den Geldbeutel und für die Umwelt: 150 junge Teilnehmende des CIPRA-Projekts Youth Alpine Interrail feierten Anfang Oktober 2022 in Bern den Abschluss ihrer klimafreundlichen Entdeckungsreise durch die Alpen per Zug und Bus.
Alpine Gefahren nehmen zu
Wanderungen und Bergtouren in den Alpen werden immer gefährlicher. Warum das nicht nur mit der Klimakrise zusammenhängt, zeigt ein Blick in die Unfallstatistiken der Alpenländer.
Simplon-Allianz und Brenner-Maut
Einen visionären Aktionsplan für einen klimaverträglichen Verkehr forderten Alpenschutzorganisationen Anfang September am Simplon-Pass/CH. Zudem verlangt die CIPRA Begleitmassnahmen zur Mauterhöhung für Lastwagen am Brennerpass.
Junge Menschen diskutieren über Flächenverbrauch im Val di Susa/I
Die knappe Fläche im Tal Val di Susa/I führt zu Nutzungskonflikten zwischen der lokalen Bevölkerung und der italienischen Regierung, die ein internationales Bahnprojekt verwirklichen will. Ende Mai trafen sich im Val di Susa/I neun junge Menschen aus allen Alpenländern, um im Rahmen des Re.sources Projekts mit dem CIPRA Jugendbeirat über Flächenverbrauch zu diskutieren.
Erneutes Ringen um die Verlagerung auf die Schiene
Die EU-Richtlinie für die gezielte Förderung des kombinierten Güterverkehrs soll überarbeitet werden. Es besteht die Gefahr, dass sie zugunsten des Strassentransports abgeschwächt wird, was gravierende Folgen für den Schienengüterverkehr und die Umwelt hätte – und der Alpenkonvention widerspräche.
Klimafreundlich die Alpen erkunden
Das CIPRA-Projekt YOALIN geht in die nächste Runde: Junge Erwachsene können sich bis zum 20. Mai für eines der 150 Tickets bewerben, mit denen sie im Sommer nachhaltig die Alpenregion bereisen können.
LKW-Förderung statt Ökologie
Das Europa-Parlament hat keine Einsicht gezeigt. Auch die letzten Rettungsversuche von drei Parlamentarier:innen wurden abgeschmettert. Die neue Mautregelung für LKW-Transporte auf europäischen Autobahnen bringt die einseitige Förderung von Wasserstoff- und Elektromotoren. Das wird zu einer massiven Benachteiligung des Güterverkehrs auf der Schiene und zu noch mehr Lastwagen führen.
Lastwagen auf Umwegen
Ein Drittel der Lastwagen auf der Brennerautobahn fährt eine weitere Strecke, um Mautkosten zu sparen. Dabei nehmen sie Umwege von bis zu 120 Kilometer in Kauf, wie eine Studie aus Tirol/A zeigt. Doch im europäischen Parlament nimmt man genau darauf keine Rücksicht.
Alpenstädte: Aktiv für das Klima
Unter dem Titel «Climate Action in Alpine Towns» setzen neun Alpenstädte Klimamassnahmen in Bezug auf Raumplanung und Bürgerbeteiligung um.
Klimafreundlich reisen
Der Trend hin zu mehr Regionalität und Nachhaltigkeit ist besonders auch während der Pandemie spürbar. Mit «Yoalin» reisten diesen Sommer 125 junge Menschen mit Bahn und Bus klimafreundlich durch die Alpen. Zum Abschluss diskutierten sie im September 2021 in Innsbruck/A mit Expert:innen über die Mobilität der Zukunft.
(Un)verschmutzte Alpenluft
Wie steht es um die Luftqualität in den Alpenländern? Der achte Alpenzustandsbericht gibt Aufschluss darüber. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) verschärft ihre Richtwerte.
Ideen für zukünftigen Alpentourismus
Welche Lehren zieht die Tourismusbranche aus der Pandemie und wie reagiert sie auf die Klimakrise? Das CIPRA-Projekt «Reset Alpentourismus» analysiert die alpenweite Lage.
Mobil in den Alpen
Auf der Schiene, auf der Strasse, auf Bergpfaden: Wie vielfältig nachhaltige Mobilität sein kann, zeigen zahlreiche CIPRA-Projekte.
Yoalin in voller Fahrt
125 junge Menschen reisen diesen Sommer nachhaltig durch die Alpen. Das Projekt Yoalin unterstützt sie mit Bahntickets, einer aktiven Community und weiteren Vorteilen.
Falsche Anreize befeuern Transit
Mehr E-Lastwagen anstatt Verlagerung auf die Schiene: Eine neue EU-Richtlinie könnte die Belastung durch den Güterverkehr durch die Alpen zusätzlich befeuern.
Eurovignette/Wegekostenrichtlinie: Falsche Anreize befeuern Transit
Die Alpenschutzorganisation CIPRA Österreich sieht mit der neuen Wegekostenrichtlinie die Verlagerung des alpenquerenden Güterverkehrs auf die Schiene gefährdet. Zudem stehe sie im Widerspruch zu den Zielen der Alpenkonvention.
Standpunkt: Wir brauchen ein Alpenticket für öffentliche Verkehrsmittel
Homeschooling, kein Bus- und Bahnverkehr, geschlossene Grenzübergänge: Die Corona-Krise hat genau jene Lebensbereiche lahmgelegt, denen wir bisher vielleicht zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt haben. Ein alpenweites Ticket für den öffentlichen Verkehr könnte viele dieser Probleme lösen, meint Rok Brišnik. Er studiert Geografie und Geschichte an der Universität Ljubljana/SI und ist Mitglied des CIPRA-Jugendbeirats (CYC).
Kleine Gemeinde verhindert Autobahn
Es könnte das Ende für die Autobahn «Valdastico Nord» bedeuten: Eine kleine Alpengemeinde setzte sich nach einer Reihe von Einsprüchen gegen einen italienischen Autobahnriesen vorerst durch.
Standpunkt: Für einen Kulturwandel im Transitverkehr
Erst der Handel hat die kulturelle und gesellschaftliche Entwicklung im Alpenraum vorangetrieben. Vom Transitverkehr in seiner heutigen Form profitieren hingegen hauptsächlich Regionen abseits der Alpen. Um Lärm und Abgase aus den Alpentälern zu verbannen braucht es mehr als eine verwässerte EU-Richtlinie, meint Stephan Tischler, Vorsitzender von CIPRA Österreich.
Jung, mobil, nachhaltig
Mit dem Zug klimafreundlich durch die Alpen reisen: Junge Erwachsene machten sich beim Online-Workshop «Youth Alpine Interrail» im Dezember 2020 beim «AlpenWoche Intermezzo» für mehr nachhaltige Mobilität stark. Sie diskutierten mit VertreterInnen aus der Politik, wie Naturerlebnisse zu mehr Klimaschutz motivieren und welche politischen Massnahmen nötig sind.
Deutschland: Umkehr im Güterverkehr gefordert
Mit seiner Güterverkehrspolitik schade Deutschland aktuell gleich zweifach der Umwelt, bemängelt CIPRA Deutschland. Auf Betreiben des Bundesverkehrsministers Andreas Scheuer führt Deutschland eine Abwrackprämie für Lastwagen ein und blockiert gleichzeitig ein neues europäisches Lastwagen-Mautsystem.
Junge fordern klimafreundliches Alpenticket
Hohe Preise, lange Reisezeiten, komplexe Buchungssysteme: Eine alpenweite Umfrage vom CIPRA Jugendbeirat zeigt, dass nachhaltiges Reisen in den Alpen attraktiver werden muss.
Mobilität anders denken
Umweltfreundlich, effizient, leistbar: Der VCÖ-Mobilitätspreis 2020 zeichnet Projekte aus, die Mobilität neu denken. Die diesjährige Trägerin des Hauptpreises ist eine kleine Alpengemeinde im äussersten Westen Österreichs.