Meldungen
Schweiz: Schutzzone für den Bartgeier im Wallis
Ein Bartgeierpärchen scheint im Wallis Brutabsichten zu hegen. Um die Aussichten zu vergrössern, dass erstmals wieder seit bald hundert Jahren in der Schweiz ein Bartgeier-Küken schlüpfen wird, hat der Walliser Staatsrat zu Beginn dieses Jahres im Unterwalliser Horstgebiet eine grossräumige Schutzzone ausgewiesen.
Italien: online Tourismus-Werbung für Schutzgebiete
Die italienische Tourismusbehörde und die italienische Vereinigung der Schutzgebiete Federparchi haben eine Absichtserklärung für eine online Tourismus-Werbung für die Schutzgebiete unterzeichnet.
Teilweise Abschaffung der UVP in Österreich
Der österreichische Nationalrat hat am 2. März mit den Stimmen der Regierungsparteien FPÖ und ÖVP entscheidenden Änderungen an den Gesetzesgrundlagen der Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) zugestimmt.
CIPRA-Resolution für den Wolf
An der Präsidiumssitzung vom 26. Februar verabschiedete die internationale Alpenschutzkommission CIPRA eine Resolution zum Schutz des Wolfes.
Deutsche Touristen legen Wert auf intakte Umwelt
Eine neue Studie belegt, dass deutschen Touristen das Thema Umwelt im Urlaub wichtig ist. Forscher des Studienkreises für Tourismus und Entwicklung e.V. befragten im Auftrag des Umweltbundesamtes für ihre repräsentative Umfrage "Reiseanalyse 2004" 7.700 Personen.
Erstes Windkraftwerk in Slowenien vorerst gestoppt
Der Bau einer ersten slowenischen Windkraftanlage ist von der slowenischen Umweltagentur vorerst nicht bewilligt worden. Vor dem letzten Regierungswechsel in Slowenien im Oktober 2004 hatte das zuständige Umweltministerium dem Bau trotz der Proteste von Umweltorganisationen noch zugestimmt.
Neue Publikation zu Freizeitaktivitäten und Alpentieren
Verschiedene Autoren aus Wissenschaft und Praxis beschäftigen sich in einer neuen Publikation mit Trends bei Freizeitaktivitäten und stellen aktuelle Auswirkungen dieser Aktivitäten auf die Tierwelt in den Alpen vor. Das deutschsprachige Buch dokumentiert ausführlich den gegenwärtigen Kenntnisstand in diesem Bereich.
Forschungsergebnisse zur ökonomischen Bedeutung der Landschaft
Was ist der monetäre Wert der Alpenlandschaft aus Sicht von Bewohnern und Touristen? Diese Frage stellten sich Wissenschaftler im Rahmen des Nationalen Forschungsprogramms der Schweiz NFP48 "Landschaften und Lebensräume der Alpen". Die Wissenschaftler untersuchten die ökonomische Bedeutung der Landschaft und weiterer Kenngrössen anhand der Wohnungsmieten in alpinen Skiorten im Kanton Wallis.
Italien verstößt gegen europäisches Umweltrecht
Die Europäische Kommission hat drei Vergehen Italiens gegen die europäische Umweltgesetzgebung angezeigt, die den Alpenraum betreffen. Die am Europäischen Gerichtshof eingegangenen Vorwürfe betreffen eine Abfahrtspiste für die Skiweltmeisterschaft 2005 in Valfurva im Nationalpark Stilfser Joch, einen geplanten Erschließungsweg in Taufers im Naturpark Rieserferner-Ahrn und den bereits errichteten Stevia-Klettersteig im Naturpark Puez-Geisler.
Vogeljagd: Italien will Gesetze lockern
Die italienische Regierung plant, die Gesetze für die Vogeljagd zu lockern. Die Jagdsaison soll um knapp zwei Monate verlängert, die Zahl der jagdbaren Vogelarten von 36 auf 41 erhöht und die Haltung von lebenden Lockvögeln vereinfacht werden.
Dolomiten sollen UNESCO-Weltnaturerbe werden
Die Dolomiten sollen Weltnaturerbe werden. Bei einem Treffen haben die Regionen Südtirol, Bozen und Belluno sowie das italienische Kulturministerium beschlossen, im Sommer der UNESCO einen entsprechenden Antrag vorzulegen.
Proteste gegen die 28. Croisière Blanche
Diese Woche findet in den französischen Hochalpen nordöstlich von Gap die 28. Ausgabe der Croisière Blanche statt. An vier Tagen fahren rund 400 Teilnehmer mit Motorrädern, Quads und Allradwagen auf 300 Kilometern Pisten und Waldwegen durch das Tal von Valgaudemar.
Tirol setzt Skigebieten Grenzen
In Tirol/A wird es künftig schwieriger, Genehmigungen für neue Seilbahnen zu erhalten. Bisher wurden Genehmigungen für Seilbahnen und Skipisten auf der Basis von so genannten Seilbahngrundsätzen erteilt, die unverbindlich und rechtlich schwer zu fassen waren.
Gesetzentwurf in Frankreich bedroht Biodiversität
Der französischen Senat wird in der nächsten Woche über ein Gesetz zur ländlichen Entwicklung entscheiden, das im Vorfeld unter Umweltschutzorganisationen und Bürgerrechtsvertretern massive Kritik ausgelöst hat.
Tiefgreifender Klimawandel bedroht Flora und Fauna
Eine neue Studie des WWF International befasst sich mit der Bedrohung von Flora und Fauna durch den rasanten Klimawandel. Der natürliche Anpassungsmechanismus vieler Arten kann heute nicht mehr Schritt halten mit dem Tempo der Veränderungen. Unter Berücksichtigung der sich häufenden Wetterextreme kommt die Studie zum Schluss, dass die Folgen der Klimaerwärmung weit grösser sind als bisher zumeist angenommen.
Bayern startet Vertragsnaturschutzprogramm für den Wald
Bayern hat im neuen Jahr ein Vertragsnaturschutzprogramm für den Wald gestartet. 2005 und 2006 stehen vorbehaltlich der Zustimmung des bayerischen Landtags knapp 2 Millionen Euro aus Landes- und EU-Mitteln für naturschutzspezifische Bewirtschaftungsweisen zur Verfügung. Die Antragsfrist für das Programm läuft bis Ende Februar 2005.
Unwetter-Warn-Tool in Österreich
Um rechtzeitig auf extreme Wetter-Situationen wie Sturm, Starkregen, Hitzeperioden etc. reagieren zu können, wird in Österreich zur Zeit ein so genanntes Unwetter-Warn-Tool entwickelt. Im Dezember des letzten Jahres wurde ein Prototyp davon in Salzburg präsentiert.
Neue Publikationen des Ständigen Sekretariats der Alpenkonvention
Das Ständige Sekretariat der Alpenkonvention hat die Bände zwei und drei seiner Reihe "Alpensignale" herausgegeben. Themen der Publikationen sind die Umsetzung der Alpenkonvention respektive der grenzübergreifende ökologische Verbund.
Slowenien: NGO's fordern neues Gesetz für den Triglav-Nationalpark
Eine breite Koalition zahlreicher NGO's, von CIPRA Slowenien bis hin zum slowenischen Schriftstellerverband, setzt sich mit einem Memorandum für ein modernes Gesetz für den Triglav-Nationalpark ein. Der aktuelle Gesetzesentwurf der Regierung für den einzigen slowenischen Nationalpark erscheint den NGO's als sehr mangelhaft, weshalb sie eine Neuformulierung fordern.
Künstliche Hochwasser beeinträchtigen Ökologie der Fliessgewässer
WWF Schweiz und der Schweizerische Fischerei-Verband (SFV) warnen vor den Folgen des Schwall- und Sunk-Betriebes von Wasserkraftwerken. Eine neue WWF-Studie zeigt, dass die täglichen durch Wasserkraftwerke verursachten künstlichen Hochwasser (Schwall) und künstlichen Niedrigwasser (Sunk) verheerende Folgen für das Ökosystem der Fliessgewässer haben.
Vom Gemüseacker zum Supermarkt: Flächenverbrauch in Frankreich
Der französische Verband für Raumplanung und ländliche Entwicklung hat ein Weissbuch zum Thema Flächenverbrauch durch Verstädterung mit dem Titel "Das Ende der Landschaft?" veröffentlicht. Immer mehr Ackerland wird mit Wohnhäusern und Gewerbeflächen überbaut und der Flächenverbrauch schreitet gefährlich schnell voran.
Mount Everest für "World Heritage in Danger"-Liste der UNESCO vorgeschlagen
Das Mount Everest-Gebiet ist durch die globale Erwärmung bedroht und soll deshalb in die "World Heritage in Danger"-Liste der UNESCO aufgenommen werden. Bergsteiger und Vertreter der Umweltgruppe Friends of the Earth haben dem UNESCO-Komitee Ende November einen entsprechenden Antrag vorgelegt. Neue Untersu-chungen im Sagarmatha National Park haben ergeben, dass Eis und Gletscher rund um den höchsten Berg der Welt immer schneller abschmelzen.
Projektpräsentation "Gebirge im Mittelmeerraum" auf dem IUCN Kongress
Auf dem IUCN Kongress vom 17.-25. November in Bangkok hat der italienische Umweltminister das Projekt "Gebirge im Mittelmeerraum" präsentiert.
Jagd im Nationalpark Stilfser Joch/I wieder erlaubt
Die Jagd auf Rotwild im Nationalpark Stilfser Joch ist wieder erlaubt. Das Bozner Verwaltungsgericht hat den Einspruch von WWF und der Liga zur Abschaffung der Jagd abgelehnt. Die Jagdzeit wird nun wie vorgesehen am 15. Dezember enden und es werden insgesamt 490 Tiere geschossen werden dürfen.
Erstes Bovska-Schaf-Koordinationstreffen
Am 2. September 2004 fand in Bled/SI unter der Schirmherrschaft der SAVE (Safeguard for Agricultural Varieties in Europe) das erste Bovska-Schaf-Koordinationstreffen statt. Ziel der Teilnehmer aus Slowenien, Italien, Österreich und Deutschland: eine Bestandsaufnahme. Die Lage der Bestände der alpinen Rasse Bovska-Schaf, auch Plezzana, Bovec oder Krainer Steinschaf genannt, ist in den jeweiligen Ländern recht unterschiedlich. In Italien überaltern die Herden, das Fehlen von Subventionen behindert die Bestandsbeobachtung und -förderung.
19. Verleihung der Binding-Preise für Natur- und Umweltschutz
Am 12. November wurden im Liechtensteinischen Gymnasium in Vaduz/FL zum 19. Mal der Binding-Preis für Natur- und Umweltschutz verliehen. Den mit 50.000 CHF dotieren Hauptpreis erhielt Werner Konold von der Universität Freiburg/D für seine originelle und interdisziplinäre Arbeit für den Erhalt der Kulturlandschaft. Die Journalistin Sigrid Arnade aus Berlin/D bekam einen der drei kleinen, mit 10.000 CHF dotierten Binding-Preise für ihren Einsatz für einen barrierefreien Zugang zur Natur auch für Behinderte.
Orkan Lothar: Keine ökologische Katastrophe
Orkan-Schäden gefährden die langfristige Erhaltung des Schweizer Waldes nicht. Sie tragen zur Erneuerung der Wälder bei und fördern die Artenvielfalt. Dies zeigt eine Studie des BUWAL zum Orkan Lothar, der am 26. Dezember 1999 über die Schweiz und ihre Nachbarländer fegte. Weder aus ökologischer noch aus volkswirtschaftlicher Sicht war der Sturm eine Katastrophe.
Neue Erdbebenkarte der Schweiz: Grössere Gefahr für das Wallis
Die neue Erdbeben-Gefährdungskarte des Schweizerischen Erdbebendienstes (SED) stuft die Gefährdung im Unterwallis als etwas größer ein als bisher angenommen. Die Region mit der höchsten Gefährdung in der gesamten Schweiz, jene im oberen Wallis, wurde neu auch auf den unteren Teil des Kantons ausgedehnt.
Schweiz: Almageller-Tal unter Schutz gestellt
Das Almageller-Tal im Wallis steht dank der Unterzeichnung eines Vertrags zwischen der Naturschutzorganisation Pro Natura, der Gemeinde Saas-Almagell und den Sportbahnen künftig unter Schutz. Hierbei handelt es sich um eine Kompensationsmassnahme für die Beeinträchtigungen durch den Wintersport andernorts in der Gemeinde, insbesondere durch Bautätigkeiten.
Keine Schaumschläger: Allianz-Mitglied Krumbach glänzt ohne Chemie
In öffentlichen Gebäuden der österreichischen Netzwerk-Gemeinde Krumbach funktioniert es schon, nun sollen auch die Bürger auf den Geschmack kommen: Sauberkeit ohne Chemie. Spezielle Fasertücher, die über den Ökobeschaffungsservice des Vorarlberger Umweltverbandes bestellt werden können, helfen Reinigungsmittel sparen und entlasten so die Umwelt.