Neue Impulse für alpine Lebensqualität
Das Leben in den Alpen bedeutet weit mehr als nur ein beeindruckendes Bergpanorama: Gute Lebensqualität hängt auch von einer gut funktionierenden lokalen Verwaltung ab. Ein Projekt der Universität Ljubljana entwickelt gemeinsam mit Pilotregionen neue Strategien.
Mobilität, kulturelle Angebote und Nahversorgung: Die Menschen in den Alpen sind mit ihrer Lebensqualität grundsätzlich zufrieden, wie auch der 10. Alpenzustandsbericht im Jahr 2024 bestätigte. Auffällig schlecht schnitt dabei allerdings das Thema «Governance» ab. Sie geniesst das geringste öffentliche Vertrauen. Gründe sind unter anderem ein fehlendes Verständnis des Konzepts sowie mangelnde proaktive und messbare Strategien auf lokaler Ebene. Erschwerend hinzu kommt die Unterschiedlichkeit der alpinen Gemeinden und ihrer Probleme.
Das von der Universität Ljubljana geleitete Projekt GOVQoL (Empowering Alpine communities to improve their quality of life) mit Beteiligung von CIPRA Frankreich will diese Lücke schliessen. Es unterstützt Gemeinden im Alpenraum dabei, Lebensqualität systematisch und nachhaltig in politische Entscheidungsprozesse zu integrieren. Dafür entwickeln 10 Pilotregionen gemeinsam mit anderen Stakeholdern Strategien und Leitlinien.
Besonders das Monitoring von Massnahmen stellt viele Gemeinden vor Herausforderungen. Zertifizierungen können hier einen greifbaren, messbaren Ansatz bieten. Das verdeutlichte ein Webinar Anfang März 2026 anhand des Beispiels der «Kinderfreundlichen Gemeinde» Ruggell/LI.
Die Ergebnisse des Projekts fliessen in ein praxisnahes Handbuch ein, das demnächst in allen Alpensprachen erscheint. Es begleitet Gemeinden Schritt für Schritt, von der Analyse bis zur Umsetzung hin zu einem lebenswerten Alpenraum.
Weiterführende Informationen:
www.cipra.org/en/projects/govqol (en,fr)