Die Zukunft fährt Zug

Ob ein Sonnenaufgang auf einem Berggipfel, eine neue Bekanntschaft oder das bewusste Wahrnehmen der alpinen Landschaft: das YOALIN Projekt der CIPRA ermöglichte zum siebten Mal in Folge 150 jungen Menschen klimafreundliches Reisen durch die Alpen.

Das Ziel von YOALIN ist klar: Öffentliche Verkehrsmittel sollen im Alpenraum zur ersten Wahl werden – nicht nur als umweltfreundliche Alternative, sondern als bereicherndes Reiseerlebnis. Seit dem Jahr 2018 wurden aus rund 7’000 Einreichungen 882 junge Menschen von 18 bis 27 Jahren ausgewählt und eingeladen, die Alpen mit Bahn und Bus zu entdecken. YOALIN bietet dabei mehr als einen Interrail-Pass:  Tipps für nachhaltiges Reisen, Einladungen zu einem Reigen an Veranstaltungen und eine wachsende Community, die zugleich Multiplikatorin für nachhaltige Mobilität ist. Tatkräftige Unterstützung kommt von den «Yoalin-Ambassadors», ehemaligen Reisenden.

Die Auftaktveranstaltung im Juni 2025 in Poschiavo/CH bot Gelegenheit sich kennenzulernen und gemeinsam Reisepläne zu schmieden. Eine Podiumsdiskussion lud zum Austausch zwischen Politik, Bahnbetreibern und Yoalins. Kleinere Veranstaltungen, sogenannte «Meetups», bereicherten die Ausgabe: vom Cuneo Mountain Festival/I, zum Nachdenken über die Zukunft der Landwirtschaft in Bohinj/SI und der grenzüberschreitenden Kooperation über dem Brennero-Brenner-Passübergang/AT-IT, zum Slow-Tourismus-Angebot in Sueglio/I hin zum Auftritt am Eusalp Annual Forum in Innsbruck/A. Am Schlussevent in Bern/CH trafen sie sich wieder, prämierten Texte und Bilder und sammelten Ideen, wie noch mehr Menschen für das Reisen mit Bus und Bahn begeistert werden können. YOALIN zeigt, dass es anders geht – und dass eine einzige Reise den Blick auf Mobilität nachhaltig verändern kann. Denn wer einmal mit dem Zug die Alpen bereist, macht es oft wieder – und hinterlässt dabei weniger Spuren an den Orten, die wir lieben.

Das Projekt wird finanziell unterstützt vom Schweizer Bundesamt für Raumentwicklung (ARE), der ARGE ALP, dem Österreichischen Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz (BMLUK) und der ClimaNow Foundation.