25 Grad im Dezember? Die Alpen im Jahr 2090
Wie sieht die Zukunft der Alpen aus? Mit dieser Frage beschäftigten sich rund 100 Schüler:innen beim interaktiven Workshop «Die Alpen von morgen» von CIPRA International. Ihre Antworten: fantasievoll, stellenweise alarmierend und dennoch optimistisch.
Flusskraftwerk, Naturschutzgebiet, Umfahrungsstrasse oder Flussbad: Über diese vier Zukunftsprojekte diskutierten die Schüler:innen der 4. Klassen des Gymnasiums Vaduz. Im Workshop «Die Alpen von morgen» von CIPRA International versetzten sie sich als Bürger:innenrat in die Lage der fiktiven Gemeinde Alpwil. Als Bürgermeisterin, Naturschützer, Bauleiterin, Senior oder Lehrling im Tourismus debattierten sie die Vor- und Nachteile und stimmten schliesslich demokratisch ab. Die Jugendlichen erlebten, wie komplex politische Entscheidungsprozesse sein können und wie entscheidend der Einbezug vielfältiger Perspektiven ist.
Mitmachen erwünscht: Interaktive Formate für die Alpenzukunft
Wintertourismus ohne Schnee: Im zweiten Teil des Workshops gestalteten die Jugendlichen in Gruppen Zukunftsbilder. Diese zeigten Mountainbike-Strecke statt Skipiste und Solarenergie statt Ölheizung. Die teils dystopischen Visionen reichten von 25 Grad im Dezember 2090, über brennende Häuser und ausgetrocknete Flussbetten, bis hin zur Besetzung durch den amerikanischen Präsidenten Trump. In der Reflexion zeigten sich unterschiedliche Sichtweisen: Einige glaubten an ihren Beitrag zum Klimaschutz, andere hielten ihn für wirkungslos. Viele fühlten sich kaum betroffen und wenig informiert – dennoch blickte die Mehrheit optimistisch in die Zukunft.
CIPRA International plant, weitere interaktive Workshopformate zu aktuellen Themen wie Klimakrise, Biodiversitätsverlust und Mobilität mit Fokus auf die Alpen zu entwickeln. Interessierte Schulen und Organisationen, die bei der Entwicklung mitarbeiten oder die Formate testen möchten, können sich melden unter: international@cipra.org