Aus Sonne wird Strom: Jeder Quadratmeter zählt
Dass auch kleine Gebäudeflächen wichtige Bausteine für die Energiewende sind, zeigt die von Hansesun Photovoltaik Liechtenstein gesponserte PV-Anlage für die Netzwerkstatt Alpen in Schaan. Am 12. Dezember wurde sie mit einem gemeinsamen Znüni eingeweiht. Die Anlage auf dem Dach des neu errichteten Fahrzeug-Unterstandes aus Massivholz produziert Strom zum Laden von E-Bikes und für den Hausbedarf.
Dank einer grosszügigen Spende von Hansesun Photovoltaik Liechtenstein kann nun Solarstrom auf einer Fläche von 12,25 Quadratmetern gewonnen werden. Sonnenenergie bietet das grösste Potenzial für die Energiewende in Liechtenstein, die derzeitige Produktion liegt bei 46 Gigawattstunden jährlich, möglich wären bis zu 730 (Potenzialanalyse der Solargenossenschaft Liechtenstein, 2025). «Um das Ziel von 100 Prozent erneuerbarer Energieversorgung bis 2050 laut Energievision des Fürstentums Liechtenstein zu erreichen, müssen alle geeigneten Gebäudeflächen genutzt werden – auch kleine, wie etwa Garagen- oder Gartenhausdächer, Fassaden oder Balkone», erklärt Paula Duske, die den Bau für CIPRA International koordinierte. Gleichzeitig fördere dies auch die Energieautarkie, so Duske.
Regionales Handwerk, nachhaltige Funktion
Der neue Unterstand der Netzwerkstatt Alpen setzt neben nachhaltiger Stromproduktion auch auf Multifunktionalität, was eine vielseitige Nutzung auf wenig Fläche ermöglicht: Er bietet Schutz vor Witterungseinflüssen für motorisierte Fahrzeuge und Fahrräder. Bei Bedarf dient er an warmen Tagen als Schattenspender beim gemeinsamen Mittagessen oder als Unterstand für einen Apéro nach der Arbeit. Das Bauwerk entstand als Pro-Bono-Leistung der zwei Architektur-Studierenden Aurelia Winter und Oscar Sauseng der Universität Liechtenstein. Bei der Materialauswahl standen Wiederverwendbarkeit und Nachhaltigkeit an erster Stelle: das Fundament besteht aus Recycling-Beton und wurde von der Gebr. Hilti-AG BauUnternehmung gesponsert und umgesetzt. Die Holzkonstruktion baute die Frommelt Zimmerei und Ing. Holzbau AG. Die Installationen nahm die Beck Elektro AG vor. «Nicht nur das Material soll nachhaltig sein, sondern auch die Funktion», meint Oscar Sauseng. «In dem Sinne funktioniert der Unterstand für verschiedenste Nutzungen». Am meisten inspiriert habe ihn «die Zusammenarbeit mit den regionalen Unternehmer:innen, die uns hier im Projekt unterstützt haben», meint Sauseng, der das Projekt bis zur Fertigstellung begleitete. «Ihm gilt unser besonderer Dank, aber auch allen weiteren an der Umsetzung und Planung beteiligten Unternehmen und Personen», sagt Paula Duske.
Rückfragen sind zu richten an:
Paula Duske, +423 237 53 53 16, paula.duske@cipra.org
Michael Gams, +423 237 53 53 02, michael.gams@cipra.org